Duisburger Erklärung des Landesverbandes der Volkshochschulen von NRW anlässlich seiner Mitgliederversammlung am 29. November 2021 in Duisburg

Aufbruch vhs2030: Zukunft der Volkshochschulen in NRW gemeinsam gestalten
Gesellschaftliche Entwicklung und Fortschritt sind untrennbar verbunden mit Bildungsprozessen. Die längste Zeit lernen wir als Erwachsene und brauchen Angebote lebenslangen Lernens, um den sich dynamisch verändernden Anforderungen gerecht zu werden. Die aktuellen Herausforderungen des Klimawandels, eine zunehmende soziale Ungleichheit sowie die alle Lebens- und Arbeitsbereiche durchdringende Digitalisierung sind die zentralen Herausforderungen, welche die Transformation unserer Gesellschaft und der Bildungsinstitutionen gleichermaßen vorantreiben.
Die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen begreifen die 131 Volkshochschulen in NRW und ihr Landesverband im Sinne der eigenen aufklärerischen Tradition als Chance und Auftrag für die strategische Weiterentwicklung auf Organisations- und Programmebene. Zuletzt haben die Volkshochschulen während der Coronavirus-Pandemie eindrucksvoll die eigene Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt und in kürzester Zeit die ohnehin begonnenen Digitalisierungsprozesse erfolgreich beschleunigt. So konnten auch inmitten des Ausnahmezustandes der Pandemie notwendige lebensbegleitende Bildungsangebote für alle Menschen und Orte der Begegnung offenbleiben.
Auch in Zusammenhang mit dem Zuzug vieler Geflüchteter waren und sind die Volkshochschulen stets verlässliche Partnerinnen für Bund und Land bei der Integration und beruflichen Qualifizierung. Während die Zahl der Menschen ohne formalen Schulabschluss bundesweit steigt, sind Volkshochschulen offene Orte der zweiten Chance und nachholenden Bildung, damit alle Menschen in unserem Land zur Teilhabe befähigt werden. Als kommunale Einrichtungen bieten die Volkshochschulen allen Menschen in NRW vor Ort eine Grundversorgung mit Weiterbildungsangeboten. Volkshochschulen schaffen Zukunftsperspektiven und tragen entscheidend zur Bildungsgerechtigkeit bei.
Die Bedeutung der Volkshochschulen insbesondere für die Gestaltung einer demokratischen und zukunftsfähigen Gesellschaft in NRW wird auch durch das novellierte Weiterbildungsgesetz des Landes unterstrichen. Mit neuen Pflichtaufgaben sowie der Förderung von Netzwerkarbeit und Bildungsberatung stärkt das Land den gemeinwohlorientierten Auftrag der Volkshochschulen als Bildungseinrichtungen und als kommunale Dialogforen. Die Verbesserung der Weiterbildungsfinanzierung muss auch künftig konsequent fortgesetzt werden, u. a. für die Herausforderungen der Digitalisierung. Dann können die Volkshochschulen ihr Potenzial als kommunale Werkstätten für Zukunftskompetenzen und Bildungsgerechtigkeit dauerhaft entfalten.
Die Volkshochschulen wollen ihrer Rolle in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Umbrüche gerecht werden und haben dafür den landesweiten Prozess „Aufbruch vhs2030“ gestartet. Sie möchten gerade in einer Zeit der Verunsicherung als offene Orte Begegnung und Dialog ermöglichen, Zukunftskompetenzen vermitteln, Demokratie leben und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken - für alle Menschen, unabhängig von Herkunft und Status.
Als verlässliche Partnerinnen für Land und Kommunen werden die Volkshochschulen in NRW mit ihrem Landesverband die Zukunft der gemeinwohlorientierten Weiterbildung in NRW weiterhin gestalten.

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