Kursdetails

Vortrag: Gender Health Gap

Frauen sind keine Männer!

Wissenschaft in der Medizin ging über Jahrhunderte davon aus, dass dieser Unterschied nicht relevant sei. Man forschte an männlichen Tieren und dann am sogenannten Norm-Mann. Weibliche Tiere und Frauen hatten Hormonschwankungen, die man mit einbeziehen hätte müssen... man ließ sie daher außen vor. Außerdem befürchtete man Schäden bei ungeborenen Kindern bei ungewollter Schwangerschaft, dabei hatte man den Contergan-Skandal als Beispiel vor Augen.

Am Herzinfarkt wurde in den vergangenen Jahren eindrucksvoll dargestellt, dass die Symptome unterschiedlich sein können und Frauen daher ein höheres Risiko hatten, am Herzinfarkt zu sterben. In der Medikamentenforschung ist man ebenfalls umgeschwenkt und führt die Studien nun auch an Frauen durch.

Inzwischen ist das Wissen verbreitet, dass sowohl Symptomatik als auch Behandlung bei vielen Erkrankungen geschlechterspezifisch ein besseres Ergebnis haben können.

Obwohl diese Erkenntnis seit fast 40 Jahren existiert, ist sie erst in den vergangenen Jahren in der Gesellschaft richtig "angekommen".

Wichtig ist: Es profitieren nicht nur die Frauen von der Erkenntnis einer erhöhten Geschlechtersensibilität, sondern auch die Männer, denn auch bei diesen gibt es Erkrankungen, die eine differenzierte Behandlung benötigen.

Geschlechtersensible Medizin ist damit Medizin für Frauen und Medizin für Männer und somit ein Schritt hin zur personalisierten Medizin.


Kurstermine 1

Insgesamt gibt es 1 Termine zum diesen Kurs
Datum Ort
1 Montag  •  13.07.2026  •  18:00 - 20:30 Uhr Saal
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